{"id":255,"date":"2013-06-10T22:28:04","date_gmt":"2013-06-10T22:28:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.musikschule-muehldorf.de\/?page_id=255"},"modified":"2023-07-17T10:28:11","modified_gmt":"2023-07-17T08:28:11","slug":"historie","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/musikschule-muehldorf.de\/?page_id=255","title":{"rendered":"Historie"},"content":{"rendered":"<p>Als am 14.09.1972 im damaligen Kulturinfo <em>Treffpunkt M\u00fchldorf<\/em>&nbsp;ein Fragebogen \u00fcber das Interesse an einer Musikschule in M\u00fchldorf erschien, meldeten sich 146 Interessenten. Damit wurde der Wunsch nach einer Musikschule in M\u00fchldorf dokumentiert und noch im gleichen Jahr begannen die ersten Kurse im Rahmen des VHS-Angebotes. In der Dezembersitzung des Stadtrates brachte der damalige Kulturreferent, Stadtrat Benedikt Ott folgenden Antrag ein:<\/p>\n<ol>\n<li>Die Stadt M\u00fchldorf a.Inn soll die Tr\u00e4gerschaft einer zu gr\u00fcndenden Musikschule \u00fcbernehmen.<\/li>\n<li>Es ist eine Planstelle f\u00fcr einen hauptamtlichen Leiter dieser Schule zu schaffen.<\/li>\n<li>Durch eine \u00f6ffentliche Ausschreibung soll sich die Stadt unverz\u00fcglich um eine qualifizierte Kraft f\u00fcr diese Planstelle bem\u00fchen.<\/li>\n<li>Eine Satzung soll erstellt werden, in der alle rechtlichen und organisatorischen Fragen geregelt werden.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Mit drei Gegenstimmen wurde der Antrag angenommen. Im darauf folgenden Jahr beschloss der Stadtrat eine Satzung f\u00fcr die Musikschule, deren kommissarischer Leiter Helmut Wagner wurde. Am 12.07.1973 wurde Heinz Bartos zum Musikschulleiter bestellt, dieses Amt f\u00fchrte er bis zu seiner Pensionierung im Februar 1995 aus. Im September 1973 wurden 18.000 Deutsche Mark f\u00fcr die Beschaffung von Instrumenten und Unterrichtsmittel zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n<p>Das B\u00fcro des Musikschulleiters befand sich im 1. Stock des Postgeb\u00e4udes am Stadtplatz 52. Die Unterrichtsr\u00e4ume waren \u00fcber das gesamte Stadtgebiet verstreut, da die Schule noch kein eigenes Geb\u00e4ude hatte. F\u00fcr die Spielschule (musikalische Fr\u00fcherziehung) wurden R\u00e4ume in der B\u00e4ckerei Kotter an der Innl\u00e4nde angemietet. Im Jahr 1975 besuchten insgesamt 367 Sch\u00fcler den Musikschulunterricht. Der Anteil der Sch\u00fcler aus den umliegenden St\u00e4dten und Gemeinden betrug damals 33%. Der Stadtrat beschloss daraufhin die Einf\u00fchrung eines Gastsch\u00fclerbeitrages. Im Januar 1978 gab der Stadtrat gr\u00fcnes Licht f\u00fcr den Einzug der St\u00e4dtischen Musikschule in das frei gewordene Franziskanerkloster hinter der Frauenkirche am Stadtplatz. Mit dieser Ma\u00dfnahme wurde ein eigenes Musikschulgeb\u00e4ude im Herzen der M\u00fchldorfer Altstadt geschaffen. Das Geb\u00e4ude war mit 12 Unterrichtsr\u00e4umen und einem Vortragssaal ausgestattet.<\/p>\n<p>Im Jahr 1989 errichtete die Stadt Neumarkt St. Veit eine Zweigstelle der St\u00e4dtischen Musikschule M\u00fchldorf a.Inn, die heute dort im Kulturbahnhof untergebracht ist und erm\u00f6glichte damit ihren B\u00fcrgern, ein qualifiziertes Musikschulangebot vor Ort zu nutzen.<\/p>\n<p>Im Jahr 1990 entschloss sich die Gemeinde Schwindegg zu dem gleichen Schritt, k\u00fcndigte die Zweckvereinbarung aber leider wieder zum 1. August 1995.<\/p>\n<p>Nach dem Ausscheiden des langj\u00e4hrigen Musikschulleiters Heinz Bartos wurde die Musikschulleitung zum August 1995 neu ausgeschrieben. Der M\u00fchldorfer Stadtrat bestellte Thomas Breitsameter zum neuen Leiter der Einrichtung. 1998 konnten im ehemaligen Postgeb\u00e4ude am Stadtplatz 52 vier zus\u00e4tzliche Unterrichtsr\u00e4ume und 2003 nach dem Auszug der Post ein weiterer Probensaal geschaffen werden.<\/p>\n<p>Im Februar 2011 wurde die Musikschule in die alte Knabenschule in der Luitpoldallee 23 umgesiedelt. Dieser Schritt war notwendig geworden, da der urspr\u00fcngliche Schulstandort der Ansiedelung des Bekleidungsgesch\u00e4ftes<em> H&amp;M<\/em> weichen musste. Die Knabenschule wurde im Dezember 2011 per Stadtratsbeschluss zum <em>Hans-Pr\u00e4hofer-Haus<\/em> ernannt. Die Stadt M\u00fchldorf a.Inn wollte damit ein Zeichen setzen, um die Erinnerung an den bedeutenden M\u00fchldorfer K\u00fcnstler nicht verblassen zu lassen. Die St\u00e4dtische Musikschule M\u00fchldorf a.Inn bildet das Kernst\u00fcck des M\u00fchldorfer Kulturlebens und ist nun r\u00e4umlich und ausstattungstechnisch optimal versorgt. In der Musikschule finden seit dem Jahr 2003 jeweils immer Anfang September auch die Meisterkurse der M\u00fchldorfer Sommerakademie statt. Das balinesische JEGOG (Bambusgamelan), das einzigartig in ganz Europa ist, hat hier ebenso seine Heimat gefunden wie der M\u00fchldorfer Gospelchor.<\/p>\n<p>Auf den G\u00e4ngen des Hans-Pr\u00e4hofer-Hauses k\u00f6nnen insgesamt 37 Bilder von Hans Pr\u00e4hofer bewundert werden; die Kreissparkasse M\u00fchldorf \/ Alt\u00f6tting hat dankenswerterweise Reproduktionen ausgesuchter Werke zur Verf\u00fcgung gestellt, um die Namenswidmung <em>sichtbar<\/em> zu machen.<\/p>\n<p>Im Juni 2016 hat das Hans-Pr\u00e4hofer-Haus von Werner Koller drei von Hans Pr\u00e4hofer gemalte Werbetafeln, die er Anfang der 60-er Jahre f\u00fcr das Haushaltswarengesch\u00e4ft des Wilhelm Koller angefertigt hatte, als Schenkung erhalten. Werner Koller hatte die Werbetafeln bei seiner Auswanderung nach Australien im Jahr 1983 als Andenken an seine Heimat mitgenommen. Der M\u00fchldorfer Stadtrat Max Oelmaier entdeckte die Kunstwerke bei seinem Besuch in Brisbane im Haus von Werner Koller und einigte sich mit ihm darauf, dass diese ihren Weg \u00fcber den Pazifik zur\u00fcck nach M\u00fchldorf a.Inn fanden, wo sie nun im Vortragsraum der St\u00e4dtischen Musikschule bewundert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In 2023 konnte die St\u00e4dtische Musikschule M\u00fchldorf a. Inn ihr 50-j\u00e4hriges Bestehen mit einer Reihe von Sonderveranstaltungen und Konzerten und einem Festakt feiern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als am 14.09.1972 im damaligen Kulturinfo Treffpunkt M\u00fchldorf&nbsp;ein Fragebogen \u00fcber das Interesse an einer Musikschule in M\u00fchldorf erschien, meldeten sich 146 Interessenten. Damit wurde der Wunsch nach einer Musikschule in M\u00fchldorf dokumentiert und noch im gleichen Jahr begannen die ersten Kurse im Rahmen des VHS-Angebotes. In der Dezembersitzung des Stadtrates brachte der damalige Kulturreferent, Stadtrat Benedikt Ott folgenden Antrag ein: Die Stadt M\u00fchldorf a.Inn soll die Tr\u00e4gerschaft einer zu gr\u00fcndenden Musikschule \u00fcbernehmen. Es ist eine Planstelle f\u00fcr einen hauptamtlichen Leiter dieser Schule zu schaffen. Durch eine \u00f6ffentliche Ausschreibung soll sich die Stadt unverz\u00fcglich um eine qualifizierte Kraft f\u00fcr diese Planstelle bem\u00fchen. Eine Satzung soll erstellt werden, in der alle rechtlichen und organisatorischen Fragen geregelt werden. Mit drei Gegenstimmen wurde der Antrag angenommen. Im darauf folgenden Jahr beschloss der Stadtrat eine Satzung f\u00fcr die Musikschule, deren kommissarischer Leiter Helmut Wagner wurde. Am 12.07.1973 wurde Heinz Bartos zum Musikschulleiter bestellt, dieses Amt f\u00fchrte er bis zu seiner Pensionierung im Februar 1995 aus. Im September 1973 wurden 18.000 Deutsche Mark f\u00fcr die Beschaffung von Instrumenten und Unterrichtsmittel zur Verf\u00fcgung gestellt. Das B\u00fcro des Musikschulleiters befand sich im 1. Stock des Postgeb\u00e4udes am Stadtplatz 52. Die Unterrichtsr\u00e4ume waren \u00fcber das gesamte Stadtgebiet verstreut, da die Schule noch kein eigenes Geb\u00e4ude hatte. F\u00fcr die Spielschule (musikalische Fr\u00fcherziehung) wurden R\u00e4ume in der B\u00e4ckerei Kotter an der Innl\u00e4nde angemietet. Im Jahr 1975 besuchten insgesamt 367 Sch\u00fcler den Musikschulunterricht. Der Anteil der Sch\u00fcler aus den umliegenden St\u00e4dten und Gemeinden betrug damals 33%. Der Stadtrat beschloss daraufhin die Einf\u00fchrung eines Gastsch\u00fclerbeitrages. Im Januar 1978 gab der Stadtrat gr\u00fcnes Licht f\u00fcr den Einzug der St\u00e4dtischen Musikschule in das frei gewordene Franziskanerkloster hinter der Frauenkirche am Stadtplatz. Mit dieser Ma\u00dfnahme wurde ein eigenes Musikschulgeb\u00e4ude im Herzen der M\u00fchldorfer Altstadt geschaffen. Das Geb\u00e4ude war mit 12 Unterrichtsr\u00e4umen und einem Vortragssaal ausgestattet. Im Jahr 1989 errichtete die Stadt Neumarkt St. Veit eine Zweigstelle der St\u00e4dtischen Musikschule M\u00fchldorf a.Inn, die heute dort im Kulturbahnhof untergebracht ist und erm\u00f6glichte damit ihren B\u00fcrgern, ein qualifiziertes Musikschulangebot vor Ort zu nutzen. Im Jahr 1990 entschloss sich die Gemeinde Schwindegg zu dem gleichen Schritt, k\u00fcndigte die Zweckvereinbarung aber leider wieder zum 1. August 1995. Nach dem Ausscheiden des langj\u00e4hrigen Musikschulleiters Heinz Bartos wurde die Musikschulleitung zum August 1995 neu ausgeschrieben. Der M\u00fchldorfer Stadtrat bestellte Thomas Breitsameter zum neuen Leiter der Einrichtung. 1998 konnten im ehemaligen Postgeb\u00e4ude am Stadtplatz 52 vier zus\u00e4tzliche Unterrichtsr\u00e4ume und 2003 nach dem Auszug der Post ein weiterer Probensaal geschaffen werden. Im Februar 2011 wurde die Musikschule in die alte Knabenschule in der Luitpoldallee 23 umgesiedelt. Dieser Schritt war notwendig geworden, da der urspr\u00fcngliche Schulstandort der Ansiedelung des Bekleidungsgesch\u00e4ftes H&amp;M weichen musste. Die Knabenschule wurde im Dezember 2011 per Stadtratsbeschluss zum Hans-Pr\u00e4hofer-Haus ernannt. Die Stadt M\u00fchldorf a.Inn wollte damit ein Zeichen setzen, um die Erinnerung an den bedeutenden M\u00fchldorfer K\u00fcnstler nicht verblassen zu lassen. Die St\u00e4dtische Musikschule M\u00fchldorf a.Inn bildet das Kernst\u00fcck des M\u00fchldorfer Kulturlebens und ist nun r\u00e4umlich und ausstattungstechnisch optimal versorgt. In der Musikschule finden seit dem Jahr 2003 jeweils immer Anfang September auch die Meisterkurse der M\u00fchldorfer Sommerakademie statt. Das balinesische JEGOG (Bambusgamelan), das einzigartig in ganz Europa ist, hat hier ebenso seine Heimat gefunden wie der M\u00fchldorfer Gospelchor. Auf den G\u00e4ngen des Hans-Pr\u00e4hofer-Hauses k\u00f6nnen insgesamt 37 Bilder von Hans Pr\u00e4hofer bewundert werden; die Kreissparkasse M\u00fchldorf \/ Alt\u00f6tting hat dankenswerterweise Reproduktionen ausgesuchter Werke zur Verf\u00fcgung gestellt, um die Namenswidmung sichtbar zu machen. Im Juni 2016 hat das Hans-Pr\u00e4hofer-Haus von Werner Koller drei von Hans Pr\u00e4hofer gemalte Werbetafeln, die er Anfang der 60-er Jahre f\u00fcr das Haushaltswarengesch\u00e4ft des Wilhelm Koller angefertigt hatte, als Schenkung erhalten. Werner Koller hatte die Werbetafeln bei seiner Auswanderung nach Australien im Jahr 1983 als Andenken an seine Heimat mitgenommen. Der M\u00fchldorfer Stadtrat Max Oelmaier entdeckte die Kunstwerke bei seinem Besuch in Brisbane im Haus von Werner Koller und einigte sich mit ihm darauf, dass diese ihren Weg \u00fcber den Pazifik zur\u00fcck nach M\u00fchldorf a.Inn fanden, wo sie nun im Vortragsraum der St\u00e4dtischen Musikschule bewundert werden k\u00f6nnen. In 2023 konnte die St\u00e4dtische Musikschule M\u00fchldorf a. 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